Mittwoch, 9. November 2011

Erinnerungspfad in Zittau – Aufrichtige Antifaschisten_innen halten gegen

Am 9. November wurde in Zittau ein sogenannter „Erinnerungspfad“ eingeweiht, der die Ereignisse vor, um und nach dem 9. November 1989 beleuchten soll. Im Voraus stand für uns Antifaschist_innen fest, dass dies eine einseitige Betrachtung wird. Deshalb ließen es sich unter anderem die Genossen Ramona Gehring und Tuomo Neumann nicht nehmen, Zivilcourage zu zeigen. Gut, Ramona ist nicht gerade die beste Rhetorikerin, aber das Grinsen war Ausdruck genug. Auch die angefertigten Fotos von den anwesenden Nazis, die über zwei Jahrzehnte nach dem Fall des antifaschistischen Schutzwalls den Tag feiern, als ob es keine Probleme mit rechtsradikalem Gedankengut gäbe, werden wohl archiviert.

Der Genossin Ramona Gehring, die neben ihrer Funktion als Mitglied des Stadtvorstandes der LINKEN auch Vorsitzende des Tamara Bunke e.V ist, sowie dem Genossen Tuomo Neumann, der zugleich den Autonomal Versand leitet und in der Initiative für eine lebendige Gedenkkultur aktiv sind, alle zu erreichen über die Begegnungsstätte der LINKEN, sei gedankt, dass sie die Veranstaltung nicht den Konterrevolutionären überliessen, denn Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen.

Wie sich heute offenbart, hat der konterrevolutionäre Putsch von 1989 den Menschen die Errungenschaften der DDR entzogen. Erinnert sei an die günstigen Mieten, der Selbstversorgung mit Lebensmitteln und der für die Bürger_innen bestehende Möglichkeit, jährlich über die Gewerkschaft einen Urlaubsplatz zu erhalten.