Der 13. Februar 2013 war eine weitere - und schwerere -
Niederlage für die Nazis. Sie konnten insgesamt nur ca. 800 Anhänger
mobilisieren, die sich auf zwei verschiedene Orte aufgeteilt hatten und dank
der Blockaden nicht bzw. kaum marschieren konnten.
Am 12. März, also rund einen Monat nach dem Erfolg, kam es gegen 11:35 Uhr in
Zittau (Ostsachsen) zu einem Einschüchterungsversuch zweier Beamtinnen der
Kriminalpolizei Dresden, vermutlich des Staatsschutzes, gegen Tuomo Neumann,
Inhaber des Graffiti- und Skateshop FAME, Innere Oybiner Straße 6 in Zittau. Genosse
Tuomo ist zudem Mitglied der Partei DIE LINKE und aktiv in unserer
revolutionären Antifa-Lausitz.
Die Beamten betraten einen Laden und fragten nach dem
Inhaber. Nachdem sich Genosse Tuomo Neumann zu erkennen gab, eröffnete eine
Beamtin, dass sein Fahrzeug VW T3 am 13. Februar 2013 in Dresden bei den
Protestaktionen „aufgefallen“ sei. Weiterhin wollten Sie wissen, ob er der
Fahrer des Fahrzeuges an diesem Tag gewesen sei und wenn nicht, wer dieses
gelenkt hätte.
Nachdem der Halter des Fahrzeuges nachfragte, „was mit dem Auto angestellt
wurde“, meinten die Beamtinnen „nichts, es ist nur aufgefallen“. Daraufhin
wurden diese aufgefordert den Laden zu verlassen, welcher auch nachgekommen
wurde.
Diese Befragung wird als Einschüchterung von antifaschistisch aktiven Menschen
seitens der Repressionsorgane gewertet. Offensichtlich soll linkes Engagement
kriminalisiert werden, zumal die Kreistagsfraktion der LINKEN durch Genossen
Jens Thöricht unlängst erst Tuomo mit 150 Euro untersützten (die Genossen der
Sächsischen Zeitung berichteten).
Damit war nach der Verschiebung der Machtverhältnisse am 13. Februar zugunsten
des Bündnisses „Nazifrei – Dresden stellt sich quer!“ zu rechnen. Die verfolgte
Kriminalisierungsstrategie wird nicht aufgehen, da die Solidarität des
Bündnisses nicht gebrochen werden kann. Auch das beweist, dass diese
Verschiebung der Machtverhältnisse auch von Dauer ist.
Solidarität ist eine Waffe! Anna und Arthur halten das Maul! Keine Aussage bei
den Repressionsbehörden!